Kinderkrankheiten und Probleme digitaler Assistenten, Teil 3 unserer Miniserie

Inzwischen funktionieren die Assistenten meist verlässlich und die gesprochenen Befehle werden auch recht zuverlässig umgesetzt. Dennoch gibt es immer mal wieder etwas Sand im Getriebe, wie das folgende, etwas kuriose Beispiel sehr gut veranschaulicht:

Mediales Aufsehen erregt hat ein Fall in den USA, wo ein kleines Kind beim Spielen den Echo von Amazon mit einem realen Gesprächspartner verwechselt hat. Die Sechsjährige stellte der Echo-Box ihrer Eltern die Frage „Can you play dollhouse with me and get me a dollhouse?” Ganz wie geheißen erfüllte der Assistent den Wunsch und bestellte ein nigelnagelneues Puppenhaus, das auch prompt geliefert wurde. Dies war so natürlich nicht beabsichtigt. Trotz des vergleichsweise geringen Schadens waren die Eltern gezwungen, schnell zu reagieren und haben seitdem einen Zahlencode für Einkäufe mit dem Echo installiert. Der Fall war so kurios, dass auch im TV darüber berichtet wurde – was wiederum nicht ohne Folgen blieb:  Als die Äußerung des Mädchens im Fernsehen übertragen wurde, reagierte in mehreren Zuschauerhaushalten prompt die dortige Alexa und orderte fröhlich ein Puppenhaus.

Ein aktueller Fall aus den USA zeigt aber auch, wie hilfreich die digitalen Assistenten tatsächlich sein können: in einem Mordfall könnte Alexa mitgehört und für die Aufklärung des Verbrechens relevante Äußerungen aufgezeichnet haben. Entsprechend soll Alexa nun in den „Zeugenstand“ gerufen werden. Dies ist zwar eine eher Schauder erregende Anwendung eines solchen digitalen Helfers, aber in diesem konkreten Fall eine sehr hilfreiche. Denn nach Wunsch der Hersteller sollen die Assistenten in naher Zukunft schon ganz wie ganz normale Menschen mit uns kommunizieren.

Nimmt man diese beiden Vorfälle, indem die digitalen Assistenten fast schon wie ein echtes menschliches Wesen erscheinen und spinnt den Faden weiter, fühlt man sich unweigerlich an den Film „2001: Odyssee im Weltraum“ erinnert. Dort nimmt der fiktive Bordcomputer des Raumschiffs Discovery, „HAL 9000“, im Verlauf der Handlung immer neurotischere Züge an und versucht schließlich die gesamte Besatzung auszuschalten um seine Mission zum Jupiter vollenden zu können. Dies ist zwar pure Science-Fiction, angesichts der immer weiter forcierten und ausdrücklich gewünschten Personifizierung, können Systeme mit Künstlicher Intelligenz aber irgendwann vielleicht wirklich eine Art eigenen Willen entwickeln. 

Kommt nun der große Lauschangriff– was ist die Strategie hinter den digitalen Assistenten?

Bringen die IT-Giganten die digitalen Helferlein allein zum Wohle der Menschheit auf den Markt? Zweifel daran sind berechtigt. Bei Amazon beispielsweise ist es klar erkennbar, dass der Konzern mit Alexa und dem Echo das Ziel verfolgt, ein vollständiges Ökosystem für das vernetzte Zuhause zu schaffen. Dahinter steht eine langfristige Strategie. Ziel ist es nicht, mit den Geräten unmittelbar selbst Geld zu verdienen, sondern vielmehr eine Nutzerschnittstelle für den Einkauf auf dem hauseigenen Marktplatz zu schaffen. Dieses Feature ist auch heute schon verfügbar, auf Zuruf können Nutzer mit dem Echo problemlos Produkte in ihren Amazon-Warenkorb legen. Damit fällt das lästige und langwierige Suchen nach dem passenden Shop im Netz weg, denn wo das gesuchte Produkt bestellt wird, ist dann nur noch Nebensache und obliegt nicht mehr der Entscheidung des Nutzers. Dies ist natürlich ganz nach dem Geschmack von Amazon. Auch bei der Auswahl der Apps wird der Nutzer ein Stück weit entmündigt, da der Assistent hier die Entscheidung für den Nutzer trifft. So werden die vielen einzelnen Anwendungen in den Assistenten einfach zusammengeführt und dem Einfluss des Kunden entzogen. Die einzige Auswahl, die dem Kunden weiterhin verbleibt, ist diejenige, welche Plattform er nutzen möchte.

Damit die digitalen Assistenten uns ein echter Helfer im Alltag sein können, müssen sie in der Lage sein, kontextbasiert zu antworten und stets auf die passenden Daten zugreifen zu können. Je mehr Daten vorliegen, desto besser und genauer kann der Assistent agieren. Hinzu kommt: Damit das Gerät überhaupt auf die Sprachkommandos reagieren kann, ist es rund um die Uhr online und lauscht den Gesprächen seiner Besitzer. Dies gilt auch für die anderen Assistenten, was Datenschützern natürlich Magenschmerzen verursacht.

Auch in Sachen persönliche Finanzen können digitale Assistenten behilflich sein. Mit dem aktuellen Apple-Betriebssystem iOS 10 ist es zum Beispiel möglich, über Siri Geld zu verschicken. Dafür muss man nur eine der beiden Anwendungen N26 oder PayPal installieren und kann so problemlos per Sprachbefehl Geld an einen anderen Kontoinhaber bei demselben Dienstleister transferieren.

Das ist auf der einen Seite natürlich sehr nutzerfreundlich, auf der anderen Seite aber auch mit einer gewissen Skepsis zu betrachten. Zu Recht kann man sich fragen, ob man digitalen Assistenten wirklich auch noch den Zugriff auf das Konto und Einsicht in all seine persönlichen Finanzen gewähren will.

Fazit:

In unserer Mini-Serie zu den digitalen Assistenten haben wir gesehen, dass diese neue Technologie zweifelsohne in vielerlei Hinsicht den Alltag erleichtern kann. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass die neuen digitalen Assistenten nicht nur segensreich sind. Das ist das Problem an dieser Technologie, basierend auf dem, was man heute als Künstliche Intelligenz definiert: Je besser die digitalen Helfer funktionieren sollen und je mehr wir ihre Vorzüge genießen wollen, desto mehr müssen wir von unserer Privatsphäre preisgeben. Auf der einen Seite ist die Einfachheit und Nutzerfreundlichkeit dieser Technologie natürlich unglaublich verlockend, auf der anderen Seite aber verfolgen die Anbieter auch die klare Strategie, Konsumentenentscheidungen in ihrem Sinne zu beeinflussen. Als Nutzer sollte man sich im Klaren darüber sein, dass auch die Datenschutzlage bisher eher als fraglich einzustufen ist. Gegen Datenpiraterie ist man zumindest aktuell noch nicht effektiv geschützt, was bei diesen konkreten Anwendungen einen noch größeren Schadensradius als bisher bekannt ausmachen könnte.

Klar ist, dass mit den sprachgesteuerten digitalen Assistenten ohne jeden Zweifel eine neue Ära anbricht in der sich unser Alltag wiederum erheblich verändern wird. Wie bei jeder bahnbrechenden neuen technologischen Errungenschaft, liegen auch hier Fluch und Segen nah beieinander. Am Ende ist es der Nutzer, der abwägen muss und darüber entscheidet, wie segensreich diese Technologie für ihn sein kann – die Bühne ist mit den Alexas, Assistants, Siris und Cortanas definitiv bereitet.

 

Bild: tiero@fotolia.com

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